Spende für Lebens-Mittel-Punkt

Sassenberg (gl). Der Lebens- Mittel-Punkt möchte sich bei allen Sassenberger Bürgern bedanken, die durch ihre Spende bei der Aktion „Kauf ein Teil mehr“ am 9. April dazu beigetragen haben, das Warenangebot für hilfsbedürftige Mitmenschen zu Ostern erheblich zu erweitern.

Der Dank gilt aber auch den vielen ehrenamtichen Helfern, wie den Messdienern und Konfirmanden der katholischen und evangelischen Kirchen, Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde, Füchtorf, der Landjugend, der Kolpingsfamilie Sassenberg und der Katholischen Frauengemeinschaft, die durch ihren fleißigen Einsatz zu einem reibungslosem Ablauf der Aktion beigetragen haben. Der Lebens- Mittel-Punkt wünscht allen Spendern, Helfern und Bürgern ein schönes Osterfest.
Abschiießend weist der Lebens-Mittel-Punkt nochmals darauf hin, dass die Ausgabe vor Ostern bereits am Mittwoch, 20. April, erfolgt.

„Die Glocke“ berichtet ausführlich am 15. Dezember 2010:
Lebens-MitteL-Punkt
Schüler zeigen Herz für Familien mit Hilfebedarf

 

Sassenberg (gl). Gerade in der Zeit vor Weihnachten sollte in besonderer Weise an die Menschen gedacht werden, die sich immer wieder einschränken müssen, weil sie finanziell nicht gut gestellt sind.
Diesem Anliegen folgten viele SchüIer, aber auch Lehrer der Hauptschule im Herxfeld, und es stapelten sich liebevoll verpackte Geschenke, Spielzeug, Süßigkeiten und Nährmittel verschiedenster Art für den Lebens-Mittel-Punkt, die von den Mitarbeitern jetzt abgeholt wurden.
Die Freude über die weihnachtlichen Gaben spiegelt sich auf den Gesichtern der Beteiligten wider.
„Was Hunger ist, wissen die meisten von uns doch nur, wenn wir mal wieder irgendeine Diät ausprobieren“, sagt Philipp Röhl. einer der Gründer des Lebens-Mittel-Punkts. Hunger aus Armut sei aber auch in Sassenberg bittere Realität. Deshalb gibt es seit dem 17. Oktober 2008 auch in Sassenberg eine so genannte Tafel, den „Lebens-Mittel-Punkt“.
Die ökumenische Initiative der evangelischen und katholischen Kirche sowie der Koipingfamilie wurde vor zwei Jahren auf den Weg gebracht. Die Reaktion war erfreulich gut. Aber leider war sie ebenfalls erschreckend gut. 55 Körbe waren es schon beim ersten Mal, die die 60 ehrenamtlichen Mitglieder packen mussten. Heute werden im Stützpunkt am Klingenhagen 2-4 wöchentlich rund 130 Körbe gepackt. Damit versorgt der eingetragene Verein mehr als 300 Einzelpersonen, Familien und Kinder mit zusätzlichem Nahrungsmittelangebot.
Vieles wird gespendet, doch vieles wird noch gebraucht. „Grundnahrungsmittel in erster Linie,“ sagt Röhl. Denn Nudeln, Reis, Salz, Zucker und Dosenwaren sind lange haltbar – kein Grund für spendende Geschäfte, sie wegen der Haltbarkeit abzugeben. Da ist die Tafel auf andere Quellen angewiesen. Drogerieartikel und andere Artikel des täglichen Bedarfs werden gern genommen. Auch Landwirte sind gefragt: „Haben Sie Überschüsse, die Sie nicht brauchen? Vor allem Kartoffeln aber auch andere Agrarprodukte, können besser helfen, als wenn sie zu Kompost gemacht werden“, so Röhl.
Und wenn noch mehr Lebensmittelgeschäfte donnerstags dem Tag des Einsammelns – auf bald ablaufende Milchprodukte verzichten könnten, wäre dies ebenfalls ein großer Gewinn für die Tafel. Genau genommen ein großer Gewinn für die Menschen, die auf die Hilfe angewiesen sind. Nicht unbedingt immer aus Hunger, aber was durch die günstigen Waren aus der Tafei – der Obolus beträgt einen Euro – gespart werden kann, kann für andere Anschaffungen genutzt werden. Kleidung, Schulsachen und vieles mehr benötigen Menschen auch.

Landjugend spendet 2500 EURO
Füchtorf
(lil). Auch die Mitglieder der Landjugend Füchtorf möchten die wichtige Arbeit des Vereins „Lebens-Mittel-Punkt“ unterstützen und besuchten daher die Einrichtung in ihren Räumlichkeiten in Sassenberg.
In den Räumen am Klingenhagen 2-4 ließen sich die Jugendlichen von einigen ehrenamtlichen Helfern zeigen, wie die Arbeit des des gemeinnützigen Vereins funktioniert und welche Schritte nötig sind, um die Bedarfsgemeinschaften in den Ortsteilen zu versorgen.
Anschließend überreichten die Jugendlichen dem Verein eine Spende über 2500 EURO aus dem Erlös der Sternsinger- und Tannenbaumaktion des vorigen Jahres, damit gerade jetzt zu Weihnachten die Versorgung sichergestellt werden kann.
In der Vorweihnachtszeit gibt es zudem eine besondere Ausgabe von Spielzeug und weihnachtliche Süßigkeiten (weiterer Bericht auf dieser Seite). Auch sonst kann der Lebens-Mittel-Punkt das Geld gut gebrauchen, wurde doch gerade erst ein Kühlraum angeschafft.

 

HINTERGRUND

Auch wenn der Lebens-Mittel-Punkt hofft, einen Großteil der Bedürftigen in Sassenbeg und Füchtorf über die Tafel informiert zu haben, gibt es noch viele Menschen, die das Angebot nicht nutzen. Sei es aus Unkenntnis oder Scham. „Wir haben in allen Kindergärten und Schulen Informationen verteilt und auch in den Lebensmittelgeschäften ausgelegt,“ berichtet Röhl. Trotzdem werde sich die Zahl der Anspruchsberechtigten sicher erhöhen. Beratung gibt es beim „Lebens-Mittel-Punkt“ zur Ausgabe freitags von 10 von 11 Uhr und beim Sozialamt der Stadt Sassenberg. Menschen, die die Tafel in Anspruch nehmen möchten, können einen Berechtigungsschein beim Amt für soziale Angelegenheiten im Rathaus beantragen. Der Antrag ist ebenfalls auf der Homepage unter www.lmp-sassenberg.de zum Downladen zu finden. Empfänger von Hartz-IV-Leistungen, Sozialhilfe, Grundsicherungsleistungen sowie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz weisen ihre Bedürftigkeit mit dem Leistungsbescheid nach. Personen mit geringem Einkommen müssen Einkommensnachweise beifügen.
Ansprechpartner sind Philipp Röhl, Telefon 0160-90575153 Pfarrer Michael Prien, Telefon 02583-1028 und Pfarrer Andreas Rösner, Telefon 02583-94059.

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